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Antike Monumente und Gegenstände, die in archäologischen Ausgrabungsstätten und Museen begegnen, tragen häufig inschriftliche Texte. Obgleich diese meist in engem Zusammenhang mit der Bedeutung und Funktion des betreffenden Objekts stehen, wird der Aussagewert dieses wichtigen Mediums in den Ausstellungen oder vor Ort oft nicht adäquat verständlich gemacht und erschlossen.

Die Ringvorlesung möchte einen Beitrag dazu leisten, die Stimmen solcher beschrifteten Steine und Gegenstände wieder hörbar zu machen und das Bewußtsein für ihre einst intendierte Wirkung auf Passanten, Betrachter und Leser zu schärfen. Dabei geht es teilweise um allerneueste Funde, die auch aus archäologischer Warte präsentiert werden sollen, und die damit verbundenen Untersuchungen und Anregungen für weitere Forschung. In erster Linie sollen bemerkenswerte Inschriften vorgestellt werden, die in die römische Kaiserzeit fallen, die Epoche also, in welcher ein derartiges epigraphisches Mitteilungsbedürfnis wohl seine höchste Ausprägung in der vormodernen Zeit erfahren hat. Angesichts der daher schier unübersehbaren Menge und lokalen Streuung solcher Funde soll sich die Ringvorlesung vor allem auf Inschriften antiker griechisch-sprachiger Städte in der Türkei und des einst römisch geprägten Rheinlands konzentrieren.

Bereichert wird die Vortragsreihe über den Aussagewert griechisch-römischer Inschriften zum einem durch einen Ausblick auf osmanische Grabinschriften, und zum anderen durch einen Blick auf die Benutzung und Bedeutung inschriftlicher Zeugnisse in bedeutenden literarischen Werken der Antike.

Die Ringvorlesung wird teils in der Universität, Philosophikum H 80, teils aber auch im neuen türkischen Kulturinstitut am Neumarkt, Neumarkt 35/37, 50667 Köln und am letzten Termin im Römisch-Germanischen Museum stattfinden.

Programm